Das Elephant Jungle Sancturary: Ein Tag mit Elefanten

Elephant Jungle Sancturary

Wer nach Chiang Mai kommt, wird sofort überflutet mit Angeboten zu Unternehmungen mit Elefanten. Von klein auf verfolgte mich der Wunsch, einmal mit Elefanten zu interagieren.


Mir war jedoch schon vor meiner Ankunft klar, dass ich auf keinen Fall das Elefantenreiten unterstützen wollte. Die Tiere werden in diesem Zusammenhang oft misshandelt und sehr früh von der Mutter getrennt, um sie gefügig zu machen. Auch andere Reisende, die bei Elefantenreiten mitgemacht hatten, bestätigten mir das: Die in Ketten gehaltenen Tiere hatten starke Narben, vor allem im Kopfbereich. Auch bei Anwesenheit der Besucher wurden sie wiederholt von ihrem Mahout mit Stöcken, an denen Metall festgemacht war, geschlagen.

 

Das Elephant Jungle Sancturary

Ich hatte jedoch schon vor einiger Zeit auf Steffistraumzeit vom Elephant Jungle Sancturary gelesen. Hier kann man Elefanten hautnah in ihrem natürlichen Lebensraum erleben. Ich wusste sofort: Das ist das Richtige für mich.


Also setzte ich mich in Chiang Mai an meinen Laptop und las mich ein. Beim Sancturary kann man zwischen einer Halb-, Ganz- oder Zweitagestour wählen. Ich habe mich für einen Tag für 2.400 Baht entschieden und war damit schlussendlich sehr zufrieden.

 

Der Ausflug begann morgens um halb 9. Ich wurde von einem Songthaew (einer Art Sammeltaxi) direkt beim Hostel abgeholt und habe direkt einige nette Leute kennen gelernt. Die Fahrt dauerte circa zwei Stunden. Vor allem der letzte Teil auf einer unbefestigten Straße war sehr holprig und staubig. Doch letztlich kamen wir doch in einem kleinen Bergdorf an.

Elephant Jungle Sancturary


Nach einer kurzen Vorstellung erklärte uns unser Guide Tim, wie er und seine Familie  - gerade mal 55 Personen - hier lebten und sich versorgten. Reis und Mais wird selbst und nur für den Eigenverbrauch angebaut. Dabei werden keine Pestizide oder Chemikalien verwendet. Bei diesem kurzen Zusammensitzen machten wir auch die ersten Bekanntschaften mit hier lebenden Tieren.

Elefant Jungle Sancturary
Elefant Jungle Sancturary


Anschließend ging es auch schon los: Wir machten uns über Reisfelder, eine selbstgebaute Brücke und durch den Urwald auf den Weg zu den Elefanten. 

Elefant Jungle Sancturary

 

Momentan gibt es im Elefant Jungle Sancturary fünf Elefanten. Eine Elefantenkuh mit einjährigem Kind, einen Bullen, eine weitere Kuh, die seit einem Jahr trächtig ist und eine "Granny", 60 Jahre alt. Wir besuchten als erstes die beiden Kühe und das kleine Kalb. Und dann wurde auch schon drauf losgefüttert. Wir hatten alle Bananen dabei und die Elefanten waren ganz scharf darauf. 

Elephant Jungle Santurary
Elephant Jungle Santurary
Elephant Jungle Santurary


Der Kleine war aber ganz schnell nicht mehr an den Bananen, sondern vielmehr an dem Wasser, das wir mitgebracht hatten, interessiert. Es war ein sehr heißer Tag und er hatte große Freude daran, es herumzuspritzen und damit zu spielen.  

Elephant Jungle Santurary
Elephant Jungle Santurary
Elephant Jungle Santurary


Im Anschluss ging es zu der schwangeren Elefantenkuh und danach zu dem Bullen. Beide standen etwas abseits. Es war besonder schön zu sehen, wie sich die Tiere ganz frei im Dschungel bewegen konnten. Als wir bei dem Bullen angekommen waren, kam plötzlich die trächtige Kuh hinter uns aus dem Gebüsch. Wirklich beeindruckend zu sehen. 

Elephant Jungle Santurary
Elephant Jungle Santurary

 

Nach dieser ersten Begegnung ging es erst einmal wieder hinaus aus dem Dschungel in eine kleine offene Hütte in der Nähe des Flusses. Hier gab es ein leckeres Buffet, unter anderem mit Früchten, Hähnchen, Reis und den verschiedensten Gemüsesorten.

 

Gut gesättigt ging es anschließend zum Schlammbad. Eine große Matschpfütze, in die wir mehr oder weniger freiwillig mit hinein mussten. Unsere Guides hatten nicht nur Spaß daran, die Elefanten, sondern auch alle Farangs mit dem Schlamm zu bewerfen. Wir haben natürlich fleißig mitgemacht. Dementsprechend sahen wir dann auch alle nach kurzer Zeit aus.

Elephant Jungle Sancturary

 

Aber besonders schön war zu sehen, wie sehr die Elefanten - insbesondere der Kleine - Spaß hatten, sich in dem Matsch zu wälzen, damit herumzuspritzen und sich an den Wänden zu reiben.

Elephant Jungle Sancturary


Zum Schluss ging es dann in den nahegelegenen Fluss, um uns und die Elefanten wieder von dem ganzen Schlamm zu befreien. Jeder bekam eine Bürste und einen Eimer in die Hand und dann wurde geschrubbt.

Elephant Jungle Sancturary
Elephant Jungle Sancturary


Insgesamt kann ich sagen, dass es ein unglaublich schöner Tag war, an den ich mich noch sehr lange zurück erinnern werde. Und wer weiß, vielleicht komme ich ja in einem Jahr wieder, wenn das neue Baby da ist.

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Kommentare: 7
  • #1

    Dänjel (Mittwoch, 25 März 2015 20:36)

    :)) sehr schön :))

  • #2

    travelisi (Donnerstag, 26 März 2015 05:52)

    Ja!=)

  • #3

    Mama & Papa (Donnerstag, 26 März 2015 09:24)

    Sehr beeindruckende Bilder. Schön das es so etwas zu erleben gibt.

  • #4

    Lieselotte (Sonntag, 29 März 2015 18:12)

    Liebe Lisa ich bin begeistert von den schönen Bildern und von deinem Bericht. Weiterhin schöne und erfüllte Tage herzlich deine Omi

  • #5

    Nils (Sonntag, 29 März 2015 20:54)

    Schöne Bilder!
    Find ich super, dass du das Elefantenreiten nicht unterstützt hast.
    Das Elephant Jungle Sancturary scheint ja aber auch eine wirklich gute Alternative zu sein.
    LG Nils

  • #6

    Ellen und Philipp (Montag, 30 März 2015 09:15)

    einfach faszinierend! Tolle Fotos! War bestimmt eine tolle Erfahrung für Dich. Wirstimmen Dir zu, dass es nicht wünschenswert ist, dass die Tiere zum Reiten so gequält werden bzw. Tiere überhaupt geschlagen werden!
    Wir wünschen Dir weiterhin tolle Erlebnisse.
    Herzlichst Ellen und Philipp

  • #7

    Wibke (Sonntag, 28 Juni 2015 12:28)

    Schön, dass du das Elefantenreiten nicht unterstützt hast. Wie man sieht geht es ja auch anders. Auf Steffis Blog hatte ich auch schon vom Elephant Jungle Sanctury gelesen und es scheint ja wirklich gut zu sein.
    Elefanten so nah zu sein ist wirklich etwas besonderes.

    LG, Wibke